Einstieg2019-02-26T11:27:17+00:00

Servus und willkommen beim anderen Bayern!

Endlich! Platz für Kurt Eisner

Wir fordern:

  • Endlich einen zentralen Gedenkort für Kurt Eisner in München!
  • Der jetzige Marienhof soll künftig Kurt-Eisner-Platz heißen!
  • Auf dem Kurt-Eisner-Platz ein „Forum.Demokratie“, z.B. mit Stelen für die wichtigsten 30 Frauen und Männer der Revolution 1918,
  • die Ehrenbürgerschaft für Kurt Eisner,
  • die alljährliche Verleihung einer Kurt-Eisner-Medaille für besondere demokratische friedensfördernde Verdienste,
  • ein Portrait Kurt Eisners an prominenter Stelle in der Staatskanzlei und
  • einen Feiertag in Stadt und Land am 8. November.

Der Pazifist und Sozialist Kurt Eisner beendete am 7.11.1918 zusammen mit vielen Mitstreiter*innen die Adels- und Militärdiktatur und sorgte in einer friedlichen Revolution für eine demokratische Verfassung Bayerns, für den 8-Stunden-Tag, für die Beendigung der klerikalen Schulaufsicht und für das allgemeine freie Wahlrecht auch für Frauen und vieles andere mehr.

Die friedlichen Tage der bayerischen Revolution wurden mit der Ermordung Kurt Eisners durch den rechtsextremistischen Terroristen Graf Arco beendet.

Anlässlich des Todestages des Ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern wurde am 7. November 2017 dieser zentrale Münchner Platz, der keinen offiziellen Namen hat, symbolisch nach dem Revolutionär und Begründer des Freistaats benannt. Die Benennung des Marienhofes als zentralen städtischen Platzes nach dem Begründer des Freistaats verstehen wir als angemessene Würdigung und als Ausdruck einer geschichts- und selbstbewussten Demokratie.

Dieses Areal war bis 1944 dicht bebaut. Dort stand die erste Münchner Synagoge, die im Pogrom 1349 zerstört und durch eine Marienkapelle ersetzt wurde. Erst nach der Beseitigung der Kriegstrümmer des 2. Weltkrieges wurde  der Platz Marienhof benannt. Für Gegenwart und Zukunft der Landeshauptstadt des Freistaats Bayern ist der Bezug auf die Begründung der Demokratie sicher bedeutsamer als der Rekurs auf die Ersetzung der Synagoge durch eine Marienkapelle in Folge eines Pogroms.

Da Marienhof keine Postadresse ist, werden durch eine Umbenennung keine Veränderungen von Anschriften erforderlich. Eine Doppelbenennung ist nicht gegeben, da es in Neu-Perlach zwar eine Kurt-Eisner-Straße, aber keinen Kurt-Eisner-Platz gibt. Namhafte Bürger/innen der Stadt  – wie z.B. die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde – befürworten diese Umbenennung.

Zum 100. Jahrestag der Gründung des Freistaats Bayern wäre diese symbolische Umbenennung ein deutliches Zeichen für ein demokratisches Selbstbewusstsein der Stadtgesellschaft. Ein „Forum.Demokratie“ auf diesem zentralen Platz in der Stadt würde außerdem die damaligen Vorgänge und einige der handelnden Personen endlich angemessen ins öffentliche Bewußtsein bringen und die hohe Bedeutung dieser friedlichen Revolution für uns heute klar machen.


Die Freiheit erhebt Ihr Haupt! 100 Jahre Freistaat Bayern, 100 Tage Regierung Kurt Eisner.

21. Februar 2019 – Ein Tag, zwei Veranstaltungen:Zum 100. Jahrestag der Ermordung Kurt-Eisners wurden am Vormittag in einer kleinen Gedenkveranstaltung in der Kardinal-Faulbaber-Straße (die leider immer noch so heißt und nach unserer Meinung nach „Sarah Sonja Lerch“ benannt werden sollte) Kränze niederlegt. Auch die Enkel Eisners nahmen an der Feier teil.

Am Abend trafen sich im Alten Rathaussaal mehr als 400 Interessierte unter der Überschrift „Rückblick und Perspektiven zum Jahrestag der Ermordung Kurt Eisners“ zu einem vielfältigen Programm u.a. mit OB Dieter Reiter, Max Uthoff, Florian von Brunn, Michaela Dietl und die Rapper Lion und Dennis „KaRmabolage“, Vroni von Quast, Wolfgang Blaschka (als Kurt Eisner), Sepp Rauch und Wolfram Kastner.

Hier ein Link zum Film: http://verdi-kultur.de/NachDenkMal.htm

        

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